10 Briefmarken-Mythen

Die 10 größten Mythen rund um Briefmarken – aufgeklärt und erklärt. Klicken Sie auf eine Karte, um den Mythos aufzulösen.

1. Alte Briefmarken sind immer wertvoll

1. Alte Briefmarken sind immer wertvoll

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1. Alte Briefmarken sind immer wertvoll

Leider gilt das nicht pauschal – selbst vor 150 Jahren schon hatten Briefmarken meist eine millionenfache Auflage. Sie waren wie heute auch ein Gebrauchsgegenstand, sodass der Wert von sehr alten Marken auch im Cent-Bereich liegen kann. Richtig ist allerdings, dass man seltene und damit teure Marken bei den meisten Sammelgebieten meist nur vor 1955 findet.

2. Gestempelte Marken sind weniger wert

2. Gestempelte Marken sind weniger wert

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2. Gestempelte Marken sind weniger wert

Ob gebraucht oder ungebraucht wertvoller ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Ein Beispiel: In der Zeit der Hochinflation von 1923 verloren Marken innerhalb kürzester Zeit ihren Verwendungswert. Daher wurden sie nur selten gebraucht und sind damit wesentlich wertvoller als ungebrauchte Marken aus dieser Zeit. Zu anderen Zeiten wiederum sind ungebrauchte Marken wertvoller.

3. Briefmarken sind eine sichere Geldanlage

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3. Briefmarken sind eine sichere Geldanlage

Das Gegenteil ist leider der Fall. Dass Briefmarkensammlungen in Gebieten wie Berlin, Bundesrepublik oder Altdeutschland insgesamt im Preis gestiegen sind, war vor allem in den 70er und 80er Jahren der Fall. Viele Sammler hat das bewogen, überteuerte und heute teils wertlose Marken zu kaufen. Gerade durch Abonnements wurde oft sehr, sehr viel Geld ausgegeben – teils für wertlose Marken. Die Zahl der Sammler schrumpft derzeit leider rasant, sodass ein weiterer Wertverlust in den kommenden Jahren droht.

4. Der Katalogwert ist der Handelswert

4. Der Katalogwert ist der Handelswert

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4. Der Katalogwert ist der Handelswert

Nein, der Katalogwert gibt nur einen Richtwert vor. Der tatsächliche Handelswert ist nur ein Bruchteil davon. Heute werden die meisten Marken zwischen 5 und 10 % des sogenannten Michelwerts gehandelt. Es kommt allerdings immer auf das jeweilige Sammelgebiet an, ob dieser Prozentsatz darüber oder teils auch noch darunter liegt.

5. Ich kann mittels KI den Wert einer Sammlung bestimmen

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5. Ich kann mittels KI den Wert einer Sammlung bestimmen

Ganz so einfach ist es nicht. Zwar erkennen KI-Programme mit Bilderkennung mittlerweile sehr gut einzelne Marken. Um Unterarten, die tatsächliche Qualität und damit den Wert zu bestimmen, braucht man aufgrund der Menge an unzähligen unterschiedlichen Marken immer noch Sammleraugen. Zudem bedient sich die KI meist an Daten aus Händler-Online-Shops. Die dort aufgerufenen Preise sind selten realistisch.

6. Die Blaue Mauritius ist die wertvollste Briefmarke der Welt

6. Die Blaue Mauritius ist die wertvollste Briefmarke der Welt

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6. Die Blaue Mauritius ist die wertvollste Briefmarke der Welt

Das hört man immer wieder – stimmt aber schon lange nicht mehr. Zwar gehört die Blaue Mauritius zu den bekanntesten Briefmarken überhaupt, sie ist aber weder die seltenste noch die teuerste. Andere Marken wurden in den vergangenen Jahren für deutlich höhere Summen verkauft. Ihren legendären Ruf verdankt die Blaue Mauritius vor allem ihrer Bekanntheit und ihrer spannenden Geschichte.

7. Briefmarken haben immer Zacken

7. Briefmarken haben immer Zacken

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7. Briefmarken haben immer Zacken

Nicht jede Briefmarke besitzt eine Zähnung. Die ersten Briefmarken der Welt wurden ungezähnt ausgegeben und mussten mit der Schere voneinander getrennt werden. Auch später erschienen immer wieder ungezähnte Ausgaben oder spezielle Sammlereditionen. Fehlende Zacken sind daher nicht automatisch ein Zeichen für eine Fälschung oder Beschädigung.

8. Im Briefmarkenladen bekomme ich den besten Preis

8. Im Briefmarkenladen bekomme ich den besten Preis

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8. Im Briefmarkenladen bekomme ich den besten Preis

Auch wenn die Anzahl stark zurückgegangen ist: In manchen Städten gibt es noch die klassischen Briefmarkenhändler mit Ladengeschäft. Sich hier eine Schätzung für eine Sammlung zu holen, ist oft naheliegend. Bedenken Sie aber, dass es sich hier um hauptberufliche Händler mit entsprechenden laufenden Kosten handelt. Der Ankaufspreis muss daher eine entsprechend hohe Gewinnmarge enthalten.

9. Wenn eine Marke im Internet für 5.000 Euro angeboten wird, ist sie auch so viel wert

9. Wenn eine Marke im Internet für 5.000 Euro angeboten wird, ist sie auch so viel wert

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9. Wenn eine Marke im Internet für 5.000 Euro angeboten wird, ist sie auch so viel wert

Angebotspreise sagen fast nichts über den tatsächlichen Marktwert aus. Entscheidend ist, welchen Preis Käufer tatsächlich bezahlen. Gerade auf Online-Plattformen werden viele gewöhnliche Marken aus Unkenntnis zu völlig unrealistischen Preisen angeboten und daher auch nie verkauft. Informieren Sie sich daher besser weniger zeitaufwendig und direkt bei einem Experten.

10. Briefmarkensammeln ist nur etwas für ältere Menschen

10. Briefmarkensammeln ist nur etwas für ältere Menschen

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10. Briefmarkensammeln ist nur etwas für ältere Menschen

Das Sammeln von Briefmarken ist heute tatsächlich stark rückläufig. Mit dem Rückgang des Postverkehrs hat auch das Hobby an Bedeutung abgenommen. Nichtsdestotrotz interessieren sich auch viele jüngere Sammler für die Philatelie und beginnen zu sammeln. Manche Sammlervereine kümmern sich daher glücklicherweise erfolgreich um Nachwuchs.